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Aston Service Hamburg

Aston Martin · 1994–2004

Aston Martin DB7 – vom Kompressor-Sechszylinder zum V12

Der DB7 existiert in zwei grundverschiedenen Antriebswelten – aufgeladener Reihensechszylinder und frei saugender V12. Diese Seite trennt beide sauber und zeigt, wo die Stahlkarosserie, die Elektronik der Neunziger und die Klimaanlage heute Aufmerksamkeit brauchen.

Steckbrief

Bauzeit
1994–2004
DB7 i6
Reihensechszylinder mit 3,2 Liter Hubraum und mechanischem Kompressor
DB7 V12 Vantage
V12 mit 5,9 Liter Hubraum, vorgestellt 1999
Getriebe
Handschaltung oder Wandlerautomatik; beim V12 Vantage Sechsgang-Schaltgetriebe oder Fünfgang-Automatik
Sondermodelle
GT mit Handschaltung, GTA mit Automatik, beide auf V12-Basis
Karosserie
Selbsttragender Stahlaufbau, einzelne Anbauteile aus Verbundwerkstoff
Offene Version
Volante mit elektrohydraulisch betätigtem Stoffverdeck

Worauf wir achten

Die Schwachstellen des DB7

Was an diesem Modell zuerst altert – und was wir bei jedem Termin gezielt ansehen.

  1. Rost an der Stahlkarosserie

    Anders als die älteren Aston Martin ist der DB7 aus Stahl aufgebaut. Schweller, hintere Radläufe, Wagenheberaufnahmen und der Bereich um den Tank sind anfällig, besonders bei Fahrzeugen mit Wintereinsatz.

  2. Zündspulen am V12

    Der V12 Vantage hat Einzelzündspulen. Fällt eine aus, läuft der Motor auf elf Zylindern weiter – unverbrannter Kraftstoff belastet dann die Katalysatoren. Zündaussetzer sind deshalb sofort zu klären.

  3. Kompressor und Kühlung beim i6

    Kompressor und Kühlkreislauf arbeiten beim i6 eng zusammen. Undichte Schläuche, ein müder Ausgleichsbehälter oder eine schwache Wasserpumpe zeigen sich zuerst an steigender Temperatur unter Last.

  4. Verdeckhydraulik des Volante

    Pumpe, Zylinder und Leitungen des Verdeckantriebs altern. Undichte Hydraulikzylinder hinterlassen Öl im Verdeckkasten, ein Verdeck, das stockt oder nur einseitig läuft, deutet auf Druckverlust oder Endschalter.

  5. Klimaanlage

    Die Anlagen sind rund zwanzig bis dreißig Jahre alt. Dichtungen, Kompressor und Trockner verlieren Wirkung, oft schleichend über Jahre – bis die Anlage im ersten warmen Frühjahr nicht mehr kühlt.

  6. Bordelektrik und Steuergeräte

    Fensterheber, Zentralverriegelung, Instrumente und Wegfahrsperre hängen an einer Elektronik der Neunziger. Korrodierte Stecker und Masseprobleme erzeugen Fehlerbilder, die wandern und sich scheinbar selbst heilen.

Zwei Motoren, eine Karosserie

Der DB7 war ab 1994 der Aston Martin, der die Marke wieder in größeren Stückzahlen auf die Straße brachte. Gebaut wurde er nicht in Newport Pagnell, sondern in einem eigenen Werk in Bloxham. Technisch steht er auf einer Plattform, deren Wurzeln in der Jaguar-Welt jener Jahre liegen – beide Marken gehörten damals zu Ford.

Für die Werkstatt zerfällt der DB7 in zwei Autos. Bis 1999 gab es nur den i6 mit aufgeladenem Reihensechszylinder. Danach kam der V12 Vantage, der den Sechszylinder bald ablöste. Karosserie, Innenraum und viele Nebenaggregate sind ähnlich, Motor, Getriebe, Kühlung und Abgasanlage nicht.

DB7 i6DB7 V12 VantageGT / GTA
MotorReihensechszylinder mit KompressorV12, SaugmotorV12, Saugmotor
Hubraum3,2 Liter5,9 Liter5,9 Liter
GetriebeSchaltgetriebe oder AutomatikSechsgang manuell oder Fünfgang-AutomatikGT manuell, GTA Automatik
KarosserieCoupé, VolanteCoupé, VolanteCoupé

Der i6: Sechszylinder unter Druck

Der Sechszylinder des i6 verwandte Konstruktionsprinzipien aus dem Jaguar-Regal, wurde aber für den DB7 mit einem mechanisch angetriebenen Kompressor versehen. Das Ergebnis ist ein Motor mit kräftigem Drehmoment von unten und deutlich mehr Wärme im Motorraum, als der Hubraum vermuten lässt.

Diese Wärme ist das Thema der Wartung. Kühlmittelschläuche, Ausgleichsbehälter und Wasserpumpe arbeiten dauerhaft an der Grenze, Gummiteile im Motorraum altern schneller. Beim Kompressor selbst lohnt ein Blick auf Antriebsriemen, Lager und Laufgeräusch – ein neues Mahlen oder Heulen kündigt Verschleiß meist rechtzeitig an.

Der V12 Vantage: zwölf Zylinder, zwölf Spulen

Mit dem V12 Vantage kam 1999 der Zwölfzylinder in den DB7. Er arbeitet mit Einzelzündspulen auf jedem Zylinder und elektronischem Motormanagement. Die Spulen sind ein Verschleißteil: Hitze und Alter lassen die Isolation nachgeben, erst unter Last, später auch im Leerlauf.

Ein Aussetzer ist beim V12 kein Komfortproblem. Der Motor läuft auf elf Zylindern scheinbar normal weiter, während unverbrannter Kraftstoff in die Katalysatoren gelangt und sie überhitzt. Deshalb wird ein Fehlerspeichereintrag zu Zündaussetzern am V12 sofort bearbeitet – mit Messung, nicht mit dem pauschalen Tausch aller Spulen.

Die späten GT und GTA holen aus demselben Motor mehr Leistung und bekamen Änderungen an Fahrwerk und Bremsen. Für die Werkstatt ändert sich wenig: Wartungsumfang und typische Fehlerbilder entsprechen dem V12 Vantage.

Elektrik, Klima und Volante-Verdeck

Der DB7 ist der erste Aston Martin, den viele Besitzer als „Youngtimer mit Steuergeräten“ erleben. Wegfahrsperre, Zentralverriegelung, Fensterheber und Instrumente sind vernetzt, ein schwacher Massepunkt kann gleich mehrere Funktionen stören. Auch eine tiefentladene Batterie nach dem Winter kann Fehlermeldungen auslösen, die mit ihr scheinbar nichts zu tun haben. Die Diagnose läuft deshalb über Schaltplan und Messtechnik, nicht über Teiletausch nach Verdacht.

Die Klimaanlage ist ein eigenes Kapitel. Nach zwei bis drei Jahrzehnten sind Dichtungen hart, der Trockner gesättigt, der Kompressor oft am Ende seiner Laufzeit. Wie Lecksuche und Instandsetzung ablaufen, beschreibt der Beitrag zur Klimaanlage im Oldtimer.

Beim Volante kommt das Verdeck hinzu. Pumpe, Zylinder und Endschalter arbeiten zusammen; läuft das Verdeck zögerlich, ist fast immer Hydraulikdruck oder Signal das Problem, selten das Gestänge. Undichte Zylinder sollten früh getauscht werden, bevor Hydrauliköl Stoff und Innenraum angreift.

Getriebe, Fahrwerk und Bremsen

Viele DB7 fahren mit Wandlerautomatik. Sie ist ein bewährtes Großseriengetriebe und verträgt Laufleistung gut, solange das Öl in Ordnung ist und nicht überhitzt. Verzögerte Gangwechsel, Rucken beim Einlegen oder ein Schlupf beim Hochschalten sind Anlass für Ölprüfung und Diagnose, bevor mechanischer Schaden entsteht.

Beim Schaltgetriebe steht die Kupplung im Mittelpunkt. Der V12 bringt viel Drehmoment auf die Reibscheibe, ein rutschender Antrieb unter Volllast oder ein hoch kommendes Pedal kündigen den Tausch an. Die Kupplungshydraulik mit Geber- und Nehmerzylinder wird dabei gleich mit geprüft.

Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung rundum hängt an vielen Gummilagern. Nach zwanzig Jahren und mehr sind sie rissig, der Wagen fährt unpräzise und poltert über Querfugen. Bremsscheiben und Sättel sind beim schweren V12 stärker gefordert; lange Standzeiten setzen Kolben und Führungen zu.

Karosserie und Kaufentscheidung

Die Stahlkarosserie ist der Punkt, an dem sich DB7 von DB7 am stärksten unterscheidet. Ein Wagen mit Wintereinsatz in früheren Jahren kann an Schwellern, Radläufen und Unterboden mehr Arbeit bedeuten als jeder Motorbefund. Karosserie-Instandsetzung und Schweißarbeiten gehören zum Leistungsumfang, beurteilt wird aber zuerst auf der Hebebühne.

Wer einen DB7 kaufen will, sollte ihn deshalb gründlich prüfen lassen. Bei der Kaufberatung stehen Unterboden, Motor, Elektrik und Klima im Mittelpunkt; das Ergebnis erhalten Sie schriftlich. Für die laufende Pflege danach steht der Aston Martin Service bereit.

In der Werkstatt

Was wir an Ihrem DB7 machen

Vor jeder größeren Arbeit erhalten Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Zeigt sich unterwegs mehr, rufen wir an, bevor es weitergeht.

Mehr zum Aston Martin Service
  • Wartung und Inspektion, Ölwechsel und Filterservice für i6 und V12
  • Elektrik-Diagnose mit Schaltplänen und Messtechnik, Bordcomputer und Sensorik
  • Klimaanlagen-Wartung, Befüllung, Lecksuche, Tausch von Kompressor, Trockner und Verdampfer
  • Kühlsystem, Kupplung und Getriebe
  • Bremsanlage komplett – Beläge, Scheiben, Hydraulik
  • Karosserie-Instandsetzung und Schweißarbeiten, Lackierung und Lackaufbereitung
  • Prüfung vor dem Kauf mit schriftlichem Gutachten

Häufige Fragen

Fragen zum DB7

Welcher DB7 ist technisch einfacher, i6 oder V12 Vantage?

Der i6 hat weniger Zylinder, aber mit dem Kompressor ein zusätzliches System. Der V12 Vantage bringt zwölf Zündspulen, zwei Zylinderbänke und eine aufwendigere Abgasanlage mit. Im Unterhalt ist der V12 meist teurer, beide verlangen aber gleich viel Sorgfalt bei Kühlung und Elektrik.

Rostet ein Aston Martin DB7?

Ja, das ist bei diesem Modell die wichtigste Prüffrage. Der DB7 ist im Kern ein Stahlauto, anders als die aluminiumbeplankten Klassiker davor. Schweller, Radläufe und Aufnahmepunkte am Unterboden rosten, und ein schöner Lack sagt darüber wenig aus.

Was unterscheidet DB7 GT und GTA vom V12 Vantage?

GT und GTA sind die letzten Ausbaustufen des V12 Vantage. Sie haben mehr Leistung, eine überarbeitete Fahrwerks- und Bremsabstimmung und Detailänderungen an der Karosserie. Der GT kam mit Schaltgetriebe, der GTA mit Automatik. Die Grundtechnik mit dem 5,9-Liter-V12 bleibt dieselbe.

Bekommt ein DB7 ein H-Kennzeichen?

Frühe Fahrzeuge erreichen inzwischen die Altersgrenze von 30 Jahren. Entscheidend ist danach der Erhaltungszustand, den ein Gutachten nach § 23 StVZO feststellt. Die Voraussetzungen im Einzelnen stehen in unserem Ratgeber zum H-Kennzeichen.

Termin für Ihren DB7?

Schreiben Sie uns Modell, Baujahr und Anliegen – Patrick Bunge meldet sich persönlich.